Küste, Stadt oder Land

Die Altstadt von Palma muss weltweit keinen Vergleich scheuen. Deshalb ist der Trend der Nordeuropäer, sich hier eine Wohnung zu kaufen trotz Krisenstimmung unaufhaltbar.

Wem  die ländliche Gegend zusagt, der findet immer noch herrlich alte Bauernhäuser, inmitten von Mandelfeldern oder Olivenhainen. Die meisten sind bereits umgebaut, doch immer noch unzählige warten auf eine neue Nutzung. Meeresnähe ist hier weniger gefragt, per Auto ist der nächste Strand auch im ungünstigsten Fall in einen halbstündigen Fahrt erreichbar.

DSC_0866Das Zugeständnis für eine idyllische Lage ist oft eine kilometerlange Zufahrt über Naturstrassen oder  Holperwege. Für Einsiedlertypen ist dies kein Problem. Familien mit Kindern, die täglich zur Schule, zu Sportanlässen oder zu Freunden gefahren werden müssen wird die Fahrerei irgendwann zu viel und man sucht Dorf- oder Stadtnähe.

Wer ein Umfeld sucht, das spanisch geblieben ist, sollte Küstennähe besser meiden und sich bei der Suche auf das Innere der Inseln konzentrieren.nd sie suchen eine Liegenschaft am Dorfrand oder direkt  im Dorf.

DSC_1098redDie Küste Mallorcas  hat  sich wegen des Baubooms der letzten fünfzig Jahren völlig verändert. Unberührte Landschaften haben sich in wenigen Jahrzehnten in Ballungsgebiete verwandelt. Zuerst Hotels, dann Mehr- und Einfamilienhäuser wurden zu  zig-tausenden aus dem Boden gestampft. Ursprünglich als Ferienresidenzen errichtet, werden heute viele das ganze Jahr bewohnt. Die Infrastrukturen dieser Siedlungen sind sehr unterschiedlich. Von einer Wohnlage mitten in Touristenzentren bis zu privat überwachten luxeriösen Wohnanlagen abseits vom Rummel ist alles zu finden. Meerblick oder gar privater Meerzugang haben ihren Preis. Dass man sich in Spanien befindet kann mancherorts nur noch erahnen werden. In Arenal, Paguera, Cala Ratjada oder Puerto Andraitx wird mehr deutsch als spanisch gesprochen, währenddem in Magaluf, Alcudia, Pollensa oder Mahon eher englisch dominant ist.  Formentera verwandelt sich im Hochsommer praktisch zu einer  italienischen Provinz. Schweizerdeutsch hört man in der Colonia San Jordi.

In Palma, den anderen Städten und  den natürlich gewachsenen Dörfern Mallorcas ist auch heute die Bevölkerung noch mehrheitlich spanisch und die Einwohnerzahlen schwanken saisonal wenig. Die Geschäfte sind das ganze Jahr offen.

Viele neu erbaute Touristenagglomerationen verwandeln sich dagegen in der Nachsaison zu regelrechten Geisterstätten. Bars, Läden und Restaurants bleiben geschlossen und der Grossteil der Wohnungen steht ab Oktober leer bis dann vor Ostern wieder Leben aufkommt.

 

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.